Soforthilfeprogramm „Lebensmittelversorgung“ der Aktion Mensch

Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Versorgung mit Lebensmitteln durch gemeinnützige Organisationen wie der Tafel nicht mehr gewährleistet. Es mangelt an Spenden von Supermärkten, ehrenamtliche Helfer*innen fehlen.

In Tafel-Einrichtungen kam es innerhalb der letzten Wochen wegen Lebensmittelengpässen und personellem Notstand vermehrt zu Schließungen. Einige Kund*innen des Einzelhandels legen Lebensmittelvorräte an, Personal fällt aus und der Großteil der ehrenamtlichen Helfer*innen zählt zur Risikogruppe der älteren Menschen. Die personelle Situation in einer Vielzahl von Einrichtungen bleibt angespannt.

Mittlerweile hat sich die Versorgung der Tafeln durch die Bemühungen von Mitarbeitenden wieder verbessert. In einigen Regionen und Großstädten Sachsens erreichten Aufrufe des Landesverbandes der Tafel junge Menschen, die den Job der älteren Ehrenamtlichen übernahmen und Empfänger*innen direkt mit Lebensmitteln belieferten. Die Spenden durch Supermärkte und Discounter steigen zwar langsam wieder an, doch einzelne Güter stellen noch Mangelware dar. Das Risiko besteht, dass Tafel-Einrichtungen erneut schließen müssen, sobald Warenspenden wieder sinken oder komplett wegfallen.

Um Organisationen zu unterstützen, die die Lebensmittelversorgung bedürftiger Menschen übernehmen, startet die Aktion Mensch ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 20 Mio. Euro. Durch diese finanzielle Unterstützung kann den Tafeln der Zukauf von Lebensmitteln erleichtert werden. Auch müssen alternative Konzepte wie Freiluft-Ausgabestellen finanziert werden. Sofern es sich um freie, gemeinnützige Organisationen mit Sitz in Deutschland handelt, können Personal-, Honorar- und Sachkosten übernommen werden. Unter folgendem Link kann ein Antrag auf Soforthilfe gestellt werden.