Grundsätze Leipziger SoLaWis

Ein gemeinsames Konzept und doch ist keine SoLaWi wie die andere.
 
Hier findet ihr die individuellen Angaben der SoLaWis zu zentralen Merkmalen des Konzepts Solidarische Landwirtschaft.
 

 

 

 

 

 

 

Bietrunde

Mitarbeit

Status quo:

  • Jährliche Bietrunde zur Festlegung der einzelnen Beiträge unter Vorgabe eines Richtwerts und Transparentmachung aller Kosten

  • Freie Entscheidung über die Höhe des Beitrags

  • Wiederholung der Bietrunde bis der Etat zu Stande kommt

  • in welchem Turnus die Beiträge gezahlt werden ist noch nicht klar, monatliche Beitragszahlung ist angestrebt

Status quo:

  • Jährliche online Bietrunde zur Festlegung der einzelnen Beiträge unter Vorgabe eines Richtwerts, welcher nötig ist, um den Etat zu decken

  • Freie Entscheidung über die Höhe des Beitrags

  • Wiederholung der Bietrunde bis der Etat zu Stande kommt

  • Monatliche Zahlung der Beiträge

Status quo:

  • Für uns ist es essentiell, dass auch wirtschaftlich benachteiligte Menschen an KoLa Leipzig teilhaben können

  • Es gibt nun aber keine Bietrunde mehr, sondern ein solidarisches Staffelpreissystem, so dass Leute auch innerhalb der Saison zu ermässigten Preis einsteigen können

  • Für die Gemüseanteile gibt es jeweils einen Normalpreis, zwei ermässigte und zwei Soli-Preise.

  • Aufgrund hoher Investitionskosten zum Betriebsaufbau kann der Gesamt-Etat noch nicht allein durch Mitglieder gedeckt werden.

Perspektive:

  • Deckung des gesamten Etats durch Staffelpreissystem

Status quo:

  • Jährliches vorbieten in den Verteilstationen, ca. 3 Wochen vor eigentlicher Bietrunde. Mitglieder der Genossenschaft bieten auf den zuvor auf Versammlungen vorgestellten und diskutierten Jahresetat.

  • Freie Entscheidung über die Höhe des Beitrags an Geld und Mitarbeitstagen. Bei beidem gibt es einen Richtwert.

  • Wiederholung des Bietens auf der Versammlung bis der Etat zu Stande kommt.

  • Festlegung auf Mitgliedschaft für eine Saison. Ausstieg vorher nur wenn nahtlos durch Nachrücker ersetzbar.

Status quo

  • Gärtner*innenteam erarbeitet einen Vorschlag für Gesamtjahres-Etat

  • dieser wird mit allen Mitgliedern diskutiert, nach Wunsch angepasst und abgestimmt

  • jedes Mitglied legt eigene Gebotshöhe nach eigenem Ermessen selbst fest, keine Unter- und Obergrenze

  • Gebot erfolgt individuell per E-Mail an Schatzmeister (nicht-öffentlich)

  • Durchschnitt der gebotenen Beiträge als Richtwert-Empfehlung

  • Bedürfnisausgleich (gemeinsame Gespräche über die Bedürfnisse der Betriebe und der Mitglieder) als kommunikative Grundlage für Solidarität

  • Bietrunde(n) können in unseren einzelnen Ortsgruppen veranstaltet werden

  • grundsätzlich gibt es einen vorgegebenen Monatsbeitrag, der an das jährliche Planbudget geknüpft ist

Status quo:

  • 3 ganze Tage Mitarbeit (auch Büro etc.) pro Jahr/Anteil gewünscht

  • Mithilfe auf dem Acker ist grundsätzlich immer möglich

Status quo:

  • Regelmäßige und gut besuchte Arbeitseinsätze auf dem Feld

  • Zusätzliche Unterstützung durch Mitglieder zu Spitzenzeiten

Perspektive:

  • Derzeit werden zusätzliche Modelle der Partizipation diskutiert

Status quo:

  • Mitglieder unterstützen bei Betriebsaufbau in diversen Themenfeldern mit ihrer Expertise (IT, Jura, Marketing etc.)

Perspektive:

  • Regelmäßige Mitarbeitstage auf dem Acker. Mitglieder erhalten für Mitarbeit Rabatt auf ihren Ernteanteil. Mitarbeit ist nicht verpflichtend.

  • Mitglieder können sich in AGs zu Naturschutz, Bildung etc. engagieren

Status quo:

  • Regelmäßige und gut besuchte Arbeitseinsätze auf dem Feld, manchmal auch niemand. 2018 gab es 318 Eintragungen im Mitarbeitskalender.

  • Betrieb ist abhängig von Mitarbeit und kalkuliert diese in den Arbeitsbedarf mit ein

  • Mithilfe auf dem Acker Mi und Do und an jährliche festgelegten Samstagseinsätzen

  • Genossenschaftsgremien, AGs, Organisation von Treffen und Verwaltungsaufgaben werden zu einem erheblichen Teil durch ehrenamtliches Engagement von Migliedern erledigt

Perspektive:

  • Gemüse oder Aufwandsentschädigungen für verbindlich-Engagierte?!

Status quo

  • mehrere Gemeinschaftsaktionen, die zum Saisonbeginn bekannt gegeben werden

  • individuelle Termine nach Rücksprache mit Gärtner*innenteam

  • Prinzip der Freiwilligkeit, nach Rücksprache

  • Mitarbeit auch in Vereinsorganisation (Vorstand, AGs, Veranstaltungen, Ernteverteilung, Öffentlichkeitsarbeit…)

Perspektive

  • angestrebt ist ein Mitarbeitsbietverfahren zur besseren Planbarkeit der Mitarbeit

  • wöchentlich mehrere Angebote zur Mitarbeit: auf dem Acker, beim Packen, beim Ausliefern

  • inhaltliche Mitarbeit im zentralen Entscheidungsgremium ist erwünscht; Besetzung verschiedener Verantwortungsbereiche erfolgt mittels Wahlen

  • die einzelnen Ortsgruppen sind selbstverwaltet; ihr Gelingen hängt damit maßgeblich von der Zusammenarbeit der Mitglieder ab

Mitbestimmung

Vergemeinschaftetes Eigentum

Status quo:

  • Aktive Mitarbeit in allen Bereichen gewünscht

  • Mitglieder e.V. ist Gesellschafter der GmbH welche die Produktionsmittel besitzt

  • Mitbestimmung durch Vereinsvorstand bei Käufen über 5000€, Betriebserweiterungen, allen weiteren nicht tagesgeschäftlichen Fragen

  • Vollversammlungen geplant, mindestens eine muss laut Verträgen in den ersten 3 Kalendermonaten jedes Jahr stattfinden

  • Selbstorganisation, gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und Freiwilligkeit (lediglich die Vollversammlungen und der Beitrag sind verpflichtend)

  • Einhaltung sozialer, ökonomischer und ökologischer Prinzipien durch vollständige Transparenz sowie feste, nicht veränderbare Verankerung im unbefristeten Pachtvertrag

  • alle Mitglieder der Ackerilla haben auf Versammlungen Rede- und Fragerecht

  • Vorstand des Mitglieder e.V. und Kollektiv dürfen jederzeit alle Unterlagen der GmbH einsehen

  • Kooperationsvereinbarung zwischen landwirtschaftlichem Betrieb und Mitglieder e.V. regelt Mitsprache der Mitglieder bei Anbauplanung und Produktionsweise

  • möglichst Selbstorganisation der Abholstationen

Status quo:

  • Aktive Mitarbeit in allen Bereichen

  • Organisation in Arbeitsgruppen (z.B. Garten, Verwaltung, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit)

  • Vollständige Mitbestimmung bei allen wichtigen Entscheidungen (Konsens) im Rahmen regelmäßiger Plena und Vollversammlungen

  • Selbstorganisation, gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und Freiwilligkeit (lediglich die Vollversammlungen und der Beitrag sind verpflichtend)

  • Einhaltung sozialer, ökonomischer und ökologischer Prinzipien durch vollständige Transparenz

Perspektive:

  • Demokratische Prinzipien werden in der Geschäftsordnung der zukünftigen Rechtsform festgeschrieben

  • Diskussion über sinnvolle Balance zwischen Ehrenamt und bezahlter Stelle

Status quo

  • Mitarbeitende wählen alle drei Jahre Bereichsleitende (Freiland, Gewächshaus, Verwaltung). Bereiche bilden teilautonome Gruppen, koordiniert durch Bereichsleiternde und Vorstände.

  • Jedes Mitglied hat unabhängig von der Genossenschaftseinlage eine Stimme in der Generalversammlung und somit Einfluss auf die Satzung.

  • Im Aufsichtsrat der Genossenschaft muss mindestens ein/e Mitarbeitende/r und ein konsumierendes Mitglied vertreten sein.

Perspektive

  • Vertiefte Partizipation inkl. eines digitalen Verfahrens für Mitgliederbegehren

Status quo:

  • Die Kooperative hat sich einen Binnenvertrag gegeben in dem Struktur und Entscheidungsverfahren festgelegt sind.

  • Das Koopcafe ist das höchste Entscheidungsgremium der Kooperative, kommt alle 6 Wochen zusammen und kann von jedem Mitglied besucht werden. Entscheidungen werden in einem dreistufigen Konsensverfahren getroffen.

  • Daneben gibt es die rechtliche Hülle “Genossenschaft” seit 2016. Alle Mitglieder treten ihr bei.

  • Gärtnerteam trifft betrieblich-fachliche Entscheidungen, größere Veränderungen müssen auf dem Koopcafe konsensiert werden, genauso wie größere Außerplanmäßige Investitionen

  • Organisation in Arbeitsgruppen (z.B. Finanzen, Mitgliederverwaltung, Beitragsverwaltung, Webside usw….)

  • Selbstorganisation, gegenseitige Unterstützung, Vertrauen und Freiwilligkeit (lediglich die selbst gewählte Zahl der Mitarbeitstage und der Beitrag sind verpflichtend)

  • Einhaltung sozialer, ökonomischer und ökologischer Prinzipien durch vollständige Transparenz

  • zusätzlliche Kontrolle durch die offiziellen Gremien der Genossenschaft: Aufsichtsrat, Vorstand und Generalversammlung und unseren Prüfverband.

Perspektive:

  • Gründung eines paritätisch besetzten Orgakreises, der Mitlieder mit und ohne offzizielle eG Posten in die Entscheidungen des erweiterten Alltagsgeschäfts der GärtnerInnen integriert.

Status quo

  • direkter Austausch mit Gärtner*innenteam bei Gemüseausgabe, Feedbackmöglichkeit

  • Umfragen zu Ernteverteilung, Mitarbeit, Grundsätzen der Mitgliedschaft

  • Planungstreffen zu Anbau, Jahresetat, Entwicklung/Utopie

  • Stammtisch zum gegenseitigen Kennenlernen

  • Entscheidungen werden im Konsens minus 2 getroffen

  • Gärtner*innen haben Entscheidungsrahmen im gärtnerisch-praktischen Bereich, geben Impulse an Mitglieder/Verein

  • Mitgliederversammlung ist höchstes beschlussfassendes Organ

  • zentrales Entscheidungsgremium tagt 5x jährlich – soll Aushandlung zwischen den verschiedenen Interessensgruppen (Gärtner:innen, Mitarbeiter:innen, Abnehmer:innen) sicherstellen und gemeinsame strategische Ausrichtung ermöglichen

  • innerhalb des Gremiums soziokratische Arbeitsweise mit gewählten Verantwortungsbereichen (Leitung, Moderation, Sekretariat) und Räteprinzip; Entscheidungen erfolgen im Konsent

  • jährliche Anbauplanung; Budget-Vorstellungen werden kommuniziert und verhandelt

  • zudem jährliche Finanzrevision und nach Bedarf Koordinationstreffen

  • alle Treffen stehen allen offen und werden sorgfältig dokumentiert und archiviert

  • Partizipation ist unabhängig von Einlagen möglich

Status quo:

  • Produktionsmittel sind Eigentum der Betriebsmittel GmbH, deren Gesellschafter*innen sind der Mitglieder e.V. und die Ackerilla GbR (das Gärtner*innenkollektiv)

  • Würde die GbR aussteigen, lägen die Betriebsmittelweiterhin in der GmbH und somit bei dem Mitgliedern. Diese könnten sich z.B. neue Gärtner*innen suchen

  • Land ist Eigentum der Kulturland Sehlis KG; quasi vergesellschaftet durch Beteiligung der Kulturland eG

  • Bereiche Land, Kollektiv, Mitglieder, Kapital haben eigene Rechtsformen, eigene Konfliktlösungsmechanismen und sind dennoch als Wirtschaftsgemeinschaft Ackerilla miteinander verknüpft

  • Mitglieder e.V. hält 99,99 % der Anteile an der GmbH, private Kapitalbildung durch Gärtner*innen vom Betrieb komplett entkoppelt

  • niemand hat Privateigentum an Produktionsmitteln, Acker, Maschinen, etc.

Perspektive:

  • netzwerkartige Erweiterung

  • Möglichkeit für weitere Kollektive/Betriebe an das Netzwerk anzuknüpfen

Status quo:

  • Produktionsmittel sind bislang Eigentum des Gärtners (weil die Kleine Beete aus pragmatischen Gründen bisher ein Einzelunternehmen ist)

  • Würde der Gärtner aussteigen, würden die Betriebsmittel dem Projekt übergeben

Perspektive:

  • Rechtsform wird angepasst (eingetragener Verein)

  • Betriebsmittel werden dann der Gruppe übertragen

  • Rechtsform: eingetragene Genossenschaft: Ein Mensch hat eine Stimme. Sowohl Produzent*innen wie Konsument*innen sind Mitglieder.

  • Alle drei Jahre Wahl des geschäftsführenden Vorstands & Aufsichtsrats durch Generalversammlung. Alle, die über ein Jahr in Genossenschaft bedeutend tätig sind, können Mitgliedschaft im Beirat der Mitarbeitenden beantragen. Beirat der Mitarbeitenden schlägt der Generalversammlung den Vorstand zur Wahl vor.

  • Genossenschaftsanteile sind nicht verzinst, Gewinnausschüttung an Mitglieder derzeit nicht vorgesehen und in Satzung ausgeschlossen. Jahresüberschüsse werden zu 5% in einen Öko-Sozial-Fonds eingelegt bzw. für nachhaltige Betriebsentwicklung reinvestiert.

 

Status quo:

  • Produktionsmittel und 5,5 ha Boden sind Eigentum der Genossenschaft. Weitere 5 ha sind Pachtland.

  • Gemeinsam gestemmtes Kapital: Jedes Mitglied hat mindestens eine Einlage in der Genossenschaft und evtl. Nachrangdarlehen.

  • Ginge die Genossenschaft zu 100% Pleite wären sowohl Land als auch Produktionsmittel in Gefahr. Bei nicht vollständiger Pfändung ginge das Land an eine Stiftung. Die Mitglieder haften nur in Höhe der von ihnen gemachten Einlagen

Perspektive:

  • Landkauf: ist aber bei den derzeitigen Verpächtern nicht angedacht.

Status quo

  • Verein tritt als Pächter und Eigentümer der Produktionsmittel auf

  • finanzielles Risiko trägt der Verein, finanzielle Tätigkeiten werden über den Jahresetat geregelt

  • Mitglieder sind temporäre Miteigentümer an Produktionsmitteln und tragen die Bewirtschaftungsform des Vereins

  • Satzung ist an Gemeinnützigkeit orientiert (keine Gewinnerzielung)

  • Pachtfläche wird auch anderen Projekten zur Verfügung gestellt, gemeinsame Nutzung der Infrastruktur

Status quo

  • alle Betriebe werden von selbständigen Landwirt:innen geführt. Das bedeutet und gewährleistet ein hohes Maß an persönlicher Verantwortung in der Betriebsführung. Aus der Sicht unserer Landwirt:innen ist die Entwicklung des Betriebes eine Lebensaufgabe. Sie arbeiten an der Entwicklung eines landwirtschaftlichen Organismus, einer kontinuierlichen Entwicklung zur Verbesserung der Böden und der Nahrungsmittelqualität.

  • In den Entscheidungsprozessen der SGO entwickeln wir eine Vertrauenskultur, in der Landwirte und Verbraucher als gleichberechtigte Partner zusammenkommen. Sie basiert auf der Anerkennung der Souveränität der Landwirte und den Bedürfnissen der Verbraucher als maßgebliche Größe der gemeinsamen Anbauplanung.

  • die einzelnen Betriebe sind vielseitig wirtschaftlich tätig

Perspektive

  • da wir auf einen Kommunikationsprozess zum Interessenausgleich zwischen Gemüsebau-/Obstbaubetrieben und Mitgliedern setzen, ist dieser natürlicherweise dynamisch und ergebnisoffen

Lohnverhältnisse

Kredite

Status quo:

  • kein Lohn

  • 2 Personen arbeiten noch an anderen Stellen

  • 4 Personen finanzieren sich über Hartz 4

Perspektive:

  • 5 volle, eine zweidrittel Stelle und eine 450 € Stelle

  • evtl. Bedarfsorientierter Lohn

  • 1.300€ Netto bei 25-30 h/Woche

  • evtl. Bufdi,FöJ in Mitglieder e.V.

Status quo:

  • Faires Gehalt für eine Vollzeitstelle (wird transparent kommuniziert) wovon zur Zeit allerdings zwei Erwachsene und ein Kind leben

  • Gerechtes Gehalt für Aushilfskräfte

  • Arbeitsbedingungen werden auch bei Einkäufen berücksichtigt

Perspektive:

  • Wie können auch bei steigenden Sozialabgaben durch Vereinsgründung ähnliche Gehälter bezahlt werden?

Status quo

  • Lohnmatrix noch nicht verabschiedet. Einheitlicher Basislohn von 12€ brutto / Stunde für alle. Vorstände und Bereichsleitende erhalten 20% für Übernahme des Haftungsrisikos. Weitere Zuschüsse für Länge der Berufserfahrung, länge der Betriebszugehörigkeit und Kinder. Lohnspreizung vom niedrigsten zum höchsten Lohn maximal 1 zu 2.

  • Der Aufsichtsrat ist derzeit ehrenamtlich tätig.

Perspektive:

  • Kontinuierliche Steigerung des Basislohns für alle Mitarbeitenden auf 15€ brutto / Stunde wird angestrebt.

Status quo:

  • Derzeit etwa 1040€ Netto + Extraleistungen von mehreren 100€ im Jahr bei 25 Stunden/Woche

  • Gleicher Stundenlohn für Aushilfskräfte ohne Sonderzahlungen.

  • Praktikanten arbeiten nur Gegen Unterkunft und Verpflegung

  • Schwieriger Kompromiss zwischen ehrenamtlichem Engagement von Mitgliedern und bezahlten GärtnerInnen.

Perspektive:

  • Auf Arbeitsbedingungen außerhalb des Betriebs (bei Einkauf) wird bislang kaum geachtet. Dies könnte in Zukunft berücksichtigt werden.

  • Aufwandsentschädigungen für konstant verlässlich Engagierte Mitglieder?!

Status quo

  • Lohn wird im Team ausgehandelt, Höhe nach eigenem Bedarf, Stundenlohn orientiert sich am Mindestlohn

  • Bufdi, Praktika und FÖJ bisher sehr geringe Bedeutung, eher Ausnahme

Perspektive

  • Arbeitsverhältnis für alle: 30 Std/Woche und 12 Monate Anstellung

  • Löhne der Angestellten von drei der vier Betriebe werden durch diese Betriebe selbst bestimmt; zeitgemäße Arbeitszeitmodelle sind auf persönliche Lebensbedingungen und Bedürfnisse der Arbeiter:innen angepasst

  • Löhne der Angestellten vom Obstbaubetrieb „Apfelsternwarte“ und Löhne der Projektkoordinator:innen sind bedarfsorientiert und werden gemeinschaftlich ausgehandelt

Status quo

  • alle bisherigen Investitionen (z.B. Kleintraktor, Rundbogenhalle) wurden durch Privatkredite, Spenden und Fördergelder ermöglicht

Perspektive:

  • Falls in Zukunft Kredite notwendig werden, wird auf sozial-ökologische Prinzipien der Kreditgeber geachtet und weiterhin als erstes versucht private Kreditgeber zu finden

Status quo

  • Deckung der Kosten hauptsächlich durch Einlagen und Beiträge der Mitglieder

  • Größere Investitionen (z.B. Einachser, Solaranlage) werden durch Privatkredite und Spenden ermöglicht

Perspektive:

  • Falls in Zukunft Kredite notwendig werden (z.B. bei Flächenkauf), wird auf sozial-ökologische Prinzipien der Kreditgeber*innen geachtet

  • Nachrangdarlehen von Mitgliedern. Verzinsung in der Regel bis zu 2%.

  • Bankkredite von sozial-ökologischen und/oder genossenschaftlichen Kreditinstituten

Status quo

  • Deckung der allermeisten Kosten durch Beiträge der Mitglieder

  • Grundsatz: Keine Bankenkredite um Druck zu vermeiden

  • Nachrangdarlehen und Einlagen, hauptsächlich von Mitgliedern

  • Größere Investitionen sind mit ca. 15.000€ Pro Saison im Etat enthalten

  • Kredite können Stück für Stück abbezahlt werden

Perspektive:

  • Investitionen dienen nicht dem quantitativen Wachstum, sondern der Verbesserung von Lebensqualität bei GärtnerInnen und Mitgliedern. Trotz bewusster Beschränkung der Anteile wird es also weiteren Investitionsbedarf geben.
  • ausschließlich private Nachrangdarlehen (Direktkredite) von Mitgliedern

  • bisher keine Kredite aufgenommen

ökologische Produktion, Beschaffung und Distribution

sonstige gesellschaftspolitische Aktivitäten

Status quo

  • Keine Bio-Zertifizirung sondern vollständige Transparenz hinsichtlich Bewirtschaftung

  • 3 dauerhafte Bewirtschaftungskriterien durch Pachtvertrag (ökologisch, sozial, Naturschutz)

  • Aufteilung in Folientunnel und Feingemüse im Market gardening Prinzip (Vorwiegend Handarbeit, Bodenbearbeitung mit Kleintraktor) und Lagergemüse in regeneratieve Landwirtschaft (Bearbeitung mit größerem Traktor)

  • Hoher Anteil von Grünflächen (Gründüngung)

  • großes Augenmerk auf Humusaufbau und gute Kompostwirtschaft

  • Mulch

  • Hohe Vielfalt an Kulturen und Sorten

  • Biologisches Saatgut, möglichst keine Hybride

  • Naturschutzmaßnahmen durch Hecken und Blühstreifen

  • möglichst viele Abnehmer*innen in direkter Umgebung angestrebt (Taucha, Panitzsch,…)

Perspektive:

    • Autarke Energieversorgung durch Photovoltaik angestrebt

    • lokal und ökologisch produzierte Jungpflanzen

    • Minimale und ökologischere Transportwege (z.B. ein großes Depot in der Stadt, von dort aus Weiterverteilung durch Lastenräder)

Status quo

  • Keine Zertifizierung sondern vollständige Transparenz hinsichtlich Bewirtschaftung

  • Vorwiegend Handarbeit, keine großen motorisierten Maschinen

  • Ökologische Unkraut- und Schädlingsbekämpfung (mechanisch und teilweise mit im Biolandbau zugelassenen Bekämpfungsmitteln)

  • Hoher Anteil von Grünflächen (Gründüngung)

  • Minimale Bewässerung, Mulch

  • Samenfeste Sorten

  • Hohe Vielfalt an Kulturen und Sorten

  • Hohe und langfristige Produktivität

  • Reduktion von Kunststoffen

  • Minimierung der Transportwege durch Koordination mit anderen Solawis

  • Autarke Energieversorgung (Solaranlage)

  • Ökologische Kriterien werden auch beim Einkauf berücksichtigt

Perspektive:

  • Einheimisches und ökologisch gewonnenes Saatgut und Jungpflanzen

  • Minimale und ökologischere Transportwege (z.B. Lastenrad)

  • Schließung von Kreisläufen (z.B. Kompost)

Status quo

  • Übergangsweiser Anbau auf Flächen eines befreundeten Betriebs mit Demeter-Zertifizierung.

Perspektive

  • Ab Herbst 2020 ökologischer Anbau auf zuvor konventionell genutzten Flächen

  • Verhältnis von Gemüse- und Gründüngungsanteil 1:1

  • Hohe Vielfalt an Kulturen und Sorten, weite Fruchtfolge, kein chemisch-synthetischer Dünger

  • Minimale Bewässerung

  • Anbau in Mulch mit Mulchpflanzmaschine, Effizienter Maschinen-Einsatz, minimierte Bodenverdichtung durch GPS-Einsatz

  • Energieversorgung durch Photovoltaik & CO2-neutrales Gewächshaus durch Solarthermie

  • Jedes 10. Beet ist ein Blühstreifen

Status quo

  • Keine Zertifizirung sondern vollständige Transparenz hinsichtlich Bewirtschaftung.

  • Maschinenlastig: drei Traktoren, wobei der viel fahrende Hackschlepper nur etwa 500kg wiegt.

  • Hauptsächlich maschinelle Beikrautregulierung, händisch: ergänzend und jäten sowie Schädlingsbekämpfung

  • Etwa: 60% Gründüngung, 10% Blühmischungen, 5% Hecken, 5% Streuobst

  • Grüne Brücke: Zwischenfrüchte wo Wetter und Jahreszeit sie zulassen.

  • Ertagsbewässerung im Freiland, Mulch auf einzelnen Beete und im kompletten Folientunnel.

  • Hohe Vielfalt an Kulturen (min. 60) und Sorten

  • Kompost aus Pferdemist und Ernteresten wird in die aufwachsende Gründüngung gefahren zwecks Bodenernährung statt Pflanzenernährung.

  • 10.000l Brennesseljauche/ Jahr als Dünger und Kompostbeschleuniger

  • Ackerschachtelhalmtees zur Pflanzenstärkung bei einzelnen Kulturen

  • Distribution: 50km mit Dieselfahrzeug für mehr als eine Tonne Gemüse pro Woche an 10 Verteilstationen in Leipzig

Perspektive:

  • gemeinsame lokale Jungpflanzenanzucht

  • Solarenergie zur Netzstromergänzung

  • Ökozertifizierung nur zur Subventionsermöglichung

  • Schließung von Kreisläufen (z.B. Kompost/ Bokashi/Urin?)

Status quo

  • Bewirtschaftung der Gemüseflächen erfolgt zu 100 % in Handarbeit

  • weitgestellte Fruchtfolge (10 Jahre)

  • 75 % der Pachtfläche sind Gründüngung und Grünland zur Mulchgewinnung und Humusaufbau

  • einige Kulturen als Mischkultur

  • 50 samenfeste Gemüsekulturen mit hoher Sortenvielfalt

  • teils eigene Saatgutgewinnung

  • komplette eigene Jungpflanzenaufzucht (eigene Anzuchterde/Kreislaufwirtschaft)

  • Obst- und Nussbaumwiese mit über zehn Arten, davon mindestens 15 verschiedene Apfelsorten, vorwiegend Hochstämme

  • Kleinstbiotope z.B. Hecken, Totholz, Steinhaufen

  • integrierter Anbau von Blumen, Samenträger als Beitrag zur Erhöhung der Blühtracht für Insekten

  • Mulcheinsatz zum Humusausfbau, Verringerung der Verdunstung, Förderung des Bodenlebewesens, Beikrautregulierung

  • weitestgehender Verzicht auf Erdölprodukte Z.B. bei Brunnen, Transportmaterial, Gewächshaus statt Folientunnel, Bindematerial, Maschineneinsatz beschränkt auf Grünlandpflege, Nützlingseinsatz statt Kulturschutznetz, Einsatz von Baumwollvliesen, Tontöpfen

  • Nutzung von Carsharing für Transport einmal pro Woche

  • zwei Verteilstationen

  • Ausbildung von biologisch-dynamischen Gärtner*innen im Rahmen der freien Demeter Ausbildung

  • Humusaufbau (Regenerative Landwirtschaft) als Ziel, aber in der Umsetzung sind individuelle und dynamische Lösungen zur Förderung des Bodens erforderlich – keine allgemeingültige Patentlösungen; einige Methoden sind: schonende Bodenbearbeitung, Bodenleben füttern durch Gründüngung, Mulch

  • Sortenvielfalt und Gemüsezüchtung: Wertschätzung des Reichtums der Natur und Weiterentwicklung samenfester Sorten

  • Nahrungsmittelqualität z.B. durch Direktsaat im Obstbau; Verzicht auf Ertrag zu Gunsten von Qualität (Qualität statt Quantität); Fungizitfreier Anbau im Obstbau; organische Landwirtschaft; samenfeste Sorten

  • drei Betriebe sind Demeter-zertifiziert, die Apfelsternwarte Bio-zertifiziert

  • Effizienzsteigerung durch Kooperation von mehreren Betrieben; die Erfahrungen belegen, dass dies positive Auswirkungen auf die Bodenqualität hat: Vielfalt auf den einzelnen Feldern kommt durch Kombination aus Gemüse, Getreide und Blühstreifen – ermöglicht gleichzeitig große Fruchtfolgen

  • Nutzung regenerativer Energiequellen (z.B. Errichtung einer Photvoltaikanlage durch Maria Bienert in Taucha)

    Distribution

  • möglichst effizienter Transport

  • Transport zusammen mit Solawi Kleine Beete

Status quo

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Aktive Mitarbeit in AG-Solawi

  • Mitglied im Netzwerk für solidarische Landwirtschaft

  • Vorträge zu landwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen

  • Verbindungen zur Commons-Bewegung

  • zwei Auszubildende bei der selbstorganisierten Solawi Gemüsebauausbildung

Perspektive:

    • andere Träger können zu uns auf den Acker kommen und von uns mit uns lernen

    • Verknüpfung mit Bildungsarbeit durch externe Personen

Status quo

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Aktive Mitarbeit in Netzwerken

Perspektive:

  • Workshops zu verschiedenen Themen

  • Zusätzliche Absprache/Koordination mit anderen Solawis

Status quo

  • Aktive Mitarbeit in AG Solawi, Ernährungsrat und im Netzwerk Solawi-Genossenschaften

  • Kooperationen mit anderen Genossenschaften (Energiegenossenschaft Leipzig eG, Konsum Leipzig eG) und Kollektiven (FULMO Lastenrad-Kuriere)

Status quo

  • Vorträge auf Anfragen in Unis, Netzwerktreffen, freie Ausbildung

  • Ackerführungen und vereinzelte Seminare

  • Aktive Mitarbeit in Netzwerken

  • Besuche auf anderen Solawis

  • konkrete Kooperationsbestrebungen mit anderen Solawis statt Konkurrenz. (z.B. wird das Lieferauto sich geteilt)

Perspektive:

  • konstantere Zusammenarbeit mit Bildungsträgern

  • Nutzung des am Hof entstehenden Bildungs- und Begegnungszentrums ab 2021?

Status quo

  • Teilen von selbst vermehrtem Saatgut auf der Leipziger Saatgut-Tauschbörse

  • Ausbildung von biologisch-dynamischen Gärtner*innen im Rahmen der freien Demeter Ausbildung

  • Mitorganisation des Via Campesina “Tag des internationalen kleinbäuerlichen Widerstands” in Sehlis

  • Aktive Mitarbeit in AG-Solawi

  • Mitglied im Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

  • Kooperation mit dem Ancient Trance Festival in Taucha, Bereitstellung von Anbaufläche und Infrastruktur für den Anbau von Gemüse und Kräutern der Helfer*innenküche