Wir stellen vor: Carolin Dahms

Carolin Dahms ist seit Dezember 2019 Teil des Ernährungsrates. Angefangen hat sie über die ehrenamtliche Mitarbeit in der AG Öffentlichkeitsarbeit, ist dann für neun Monate in einen Bundesfreiwilligendienst gewechselt und auch zum KoKreis dazugestoßen. Seit Anfang Juli unterstützt sie den Ernährungsrat nun tatkräftig im Hauptamt. Carolin ist gebürtige Berlinerin, hat ihre Heimatstadt aber schon vor fast 12 Jahren verlassen und ist seit 2016 in Leipzig verwurzelt. 

Caros Antworten auf unsere Fragen lest ihr hier!

Was hat Dich am Ernährungsrat (ER) gereizt?
Caro: Mich hat mein privates Interesse an regionaler und sozial-ökologischer Ernährung zum Ernährungsrat gebracht. Ich habe irgendwie von der Gründungsveranstaltung des Ernährungsrates im Mai 2019 erfahren und habe mir dann angehört, was der Ernährungsrat so vor hat und welche Akteur*innen es eigentlich in Leipzig schon gibt. Die vielen Visionen und unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten haben mich direkt gereizt und ein paar Monate später habe ich dann auch angefangen, mich in der AG Öffentlichkeitsarbeit zu engagieren.

Welche konkreten Projekte / Aufgaben hast Du gerade im ER?
Caro: Das sind tatsächlich viele, da ich den Ernährungsrat derzeit als einzige hauptamtliche Mitarbeiterin unterstütze. Ich bin unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit (Newsletter, Instagram, Webseite) und das Fundraising, also z.B. das Schreiben von Förderanträgen zuständig, für die allgemeine Vereins-Koordination wie die Vor- und Nachbereitung unseren KoKreis-Treffen, die Veranstaltungsorganisation im Rahmen unserer Projekte und für allgemeine Verwaltungstätigkeiten wie die Betreuung unseres E-Mail-Postfachs.

Was war bisher Deine schönste Erfahrung, die Du mit und im ER gemacht hast?
Caro: Das ist gar nicht so leicht auf einen Moment herunterzubrechen, deshalb zähle ich vielleicht ein wenig mehr auf 🙂  Zum einen waren es zwischenmenschlichen Begegnungen, die meine Erfahrungen mit dem Ernährungsrat schön machen. Ob die gemeinsame BFD-Zeit mit Lotta, die uns auch freundschaftlich zusammengeschweißt hat, die AG-Treffen der Öffentlichkeitsarbeit vor Corona oder auch unser reales KoKreis-Treffen im Sommer, was wir im Gemeinschaftsgarten der Annalinde abhalten konnten und mit einem Abendessen verbunden haben. Zum anderen sind es Erfolge in meiner Arbeit. Wenn zum Beispiel ein Förderbescheid positiv ausfällt oder wir Preisgelder gewinnen. Aber auch der Zuspruch sowie das Interesse an unseren konkreten Arbeitsschwerpunkten und dem Ernährungsrat im Allgemeinen sind schöne Erfahrungen, die ich bisher machen durfte.

Wie sähen Leipzig + Umland aus, wenn alle Ziele des ER in Erfüllung gegangen wären?
Entwirf eine kleine Vision in 4 Sätzen. 
Caro: Leipzig und die Region werden sowohl im privaten Bereich als auch in der Gemeinschaftsverpflegung zu großen Teilen durch regionale und nachhaltig erzeugte Lebensmittel versorgt. Menschen, die in der Land- und Ernährungswirtschaft arbeiten, können sich und ihren Mitarbeiter*innen faire Löhne auszahlen und sich Existenzen aufbauen. Die in Leipzig und im Umland lebenden Menschen haben Zugang (sowohl örtlich als auch finanziell) zu gesunden, regionalen und nachhaltig produzierten Lebensmitteln. Durch solidarische Versorgungsstrukturen wie SoLawis oder verschiedene Ansätze der Direktvermarktung tauschen sich Lebensmittelproduzent*innen und Konsument*innen aus und lernen sich kennen.

Wann hattest Du zuletzt selbst die Hände in der Erde?
Caro: So richtig tief in der Erde schon lange nicht mehr, aber meine Finger vor zwei Wochen, als ich angefangen habe meine Balkonpflanzen vorzuziehen.

Was und wie kochst Du am liebsten?
Caro: Am liebsten nach Rezept, intuitives Kochen liegt mir gar nicht. Was ich koche, hängt oft davon ab, wie viel Zeit ich habe und wie viel Lust. Vor Kurzem habe ich aber meine Vorliebe für Säure entdeckt, nachdem ich bei einer Freundin Spätzle mit Linsen und Essig gegessen habe.

Koordinierungskreis

Im April geht es weiter mit den Vorstellungen der Mitglieder des KoKreises.