Wir stellen vor: Judith Rüschhoff

Judith Rüschhoff sitzt seit Oktober 2021 über einen Bundesfreiwilligendienst in der Geschäftsstelle des Ernährungsrates und engagiert sich zudem in der AG Forschung, AG Öffentlichkeitsarbeit und AG Prozess. Nach Leipzig ist sie durch das Klimacamp in Pödelwitz 2019 geraten und dann für eine Masterarbeit am UFZ – Helmholtz Zentrum für Umweltforschung ganz hierher gezogen. Aufgewachsen ist Judith in Speyer am Rhein.

Judiths Antworten auf unsere Fragen lest Ihr hier!

Was hat Dich am Ernährungsrat (ER) gereizt?
Judith: Landwirtschaft ist ein entscheidender Faktor, wenn es um Klimaschutz geht. Deshalb finde ich eine Transformation des Ernährungssystems hin zu einem regionaleren, nachhaltigeren und faireren System ganz wichtig. Besonders den Aspekt „gutes Essen für Alle“, also wie wirklich alle Menschen Zugang zu gutem, nachhaltigem Essen haben könnten, sehr spannend. Es macht Spaß, aktiv an diesen Prozessen mitzuwirken und dabei ganz viel zu lernen. Deshalb reizt mich der Ernährungsrat.

Welche konkreten Projekte / Aufgaben hast Du gerade im ER?
Judith: Ich sitze mit Carolin  in der Geschäftsstelle und bearbeite hier viele Aufgaben, die den Ernährungsrat „am Laufen halten“, also Betreuung der Webseite, Erstellung und Versendung des Newsletters, Veranstaltungsplanung etc.. Inhaltlich wirke ich momentan in der AG Prozess mit, in der wir sogenannte „Strukturabende“ planen und ausrichten. Hierbei geht es um die Reflektion vereinsinterner Prozesse. Wissenschaftliche Grundlagen zu Landwirtschaft und Ernährunssystemen werden durch die AG Forschung erarbeitet, in der ich auch mitwirke. Die Arbeit dort ist meinen naturwissenschaftlichen Studiengängen am nächsten. In der AG ÖA entwerfen wir gerade ein Standkonzept für den Ernährungsrat, da im Sommer viele schöne Veranstaltungen warten, wie bspw. die Ökofete. Als Veranstaltung steht im Herbst ein großer „Tag solidarischer Lebensmittelinitiativen“ an, da bin ich seit ein paar Wochen in die Planung eingestiegen. Und natürlich gibt es noch die Arbeit im Koordinierungskreis, in dem sich alle AGs, die Geschäftsstelle und der Vorstand austauschen. Also sehr vielfältige Aufgaben und immer was zu tun!

Was war bisher Deine schönste Erfahrung, die Du mit und im ER gemacht hast?
Judith: Ich finde es sehr schön, in einem teils sehr jungen und idealistischen Team zu arbeiten. Die Aufgaben sind total vielfältig und dadurch lerne ich gerade sehr viel. Außerdem ist es schön, dass ich viel Verantwortung übernehmen und eigene Projekte starten darf. Und seitdem wir unsere AG Treffen wieder in Präsenz machen können, kommen noch persönliche Begegnungen hinzu, die richtig schön sind!

Wie sähen Leipzig + Umland aus, wenn alle Ziele des ER in Erfüllung gegangen wären?
Entwirf eine kleine Vision in 4 Sätzen. 
Judith: In Leipzig selbst gäbe es viele urbane Gärten zum Mitmachen, Lernen, Anbauen. Viele Straßen wären verkehrsberuhigt mit essbaren Streifen. Im Leipziger Umland würden viele Gärtner*innen und Landwirt*innen Lebensmittel anbauen. Die zusätzlichen Arbeitsplätze durch viel Handarbeit würden das Umland beleben und auch Abnahmestrukturen wie Märkte, Cafes und Verarbeitung (Mühlen etc.) anlocken. In Orten der Gemeinschaftsverpflegung gäbe es regionales, frisches Essen, das subventioniert und so für alle erschwinglich wird. Bildungsangebote, leichter Zugang und eine gute staatliche Grundsicherung sowie Mindestlohn würden den Konsum von „Gutem Essen für Alle“ (zumindest im Leipziger Umland) möglich machen.

Wann hattest Du zuletzt selbst die Hände in der Erde?
Judith: Vor ein paar Tagen. Ich darf dieses Jahr zum ersten Mal selbst Gemüse anziehen und anbauen, da ich mit sechs Menschen jetzt einen Garten habe. Ich hab noch die totale „Erntefaszination“, wenn es gelingt, etwas anzubauen. Das ist super schön und ermächtigend.

Was und wie kochst Du am liebsten?
Judith: Ich koche vegan und sehr gerne ohne viel Schnickschnack. Am besten schmeckt es meiner Meinung nach draußen aus dem Campingkocher nach einer langen Wanderung. Da kann ich ein gutes Risotto sehr empfehlen!

Koordinierungskreis

Im Juni geht es weiter mit den Vorstellungen der Mitglieder des KoKreises.